Für Vanilla Minecraft Java 26.3 nimmt worldborder set die ganze Seitenlänge der quadratischen Grenze, also den Durchmesser, nicht den Radius: Mojangs Server-Implementierung übergibt das Argument distance als neue Bordergrösse, und die Spigot-API definiert diese Grösse als Seitenlänge des Quadrats. 12000 bedeutet damit 6’000 Blöcke vom Zentrum bis zu jeder Seite. Bei anderen Java-Versionen prüfst du zuerst die Vorschläge des laufenden Servers. Eine Grenze schränkt den begehbaren Bereich ein; sie löscht keine bereits gespeicherten Chunks.
Dieser Ablauf gilt für Minecraft Java. Mojang hat die Weltgrenze ab Java 1.21.9 dimensionsbezogen gemacht: Overworld, Nether und Ende können eigene Grösse und Position haben. Prüfe bei älteren Versionen die Befehle, die dein Server selbst anbietet, bevor du eine Anleitung aus einer neueren Version übernimmst. Mojangs Versionshinweise zu 1.21.9 nennen die Änderung ausdrücklich.
Vor der Änderung
Notiere zuerst die genaue Minecraft-Version, Server-Software und Zieldimension. Ein Weltordner kann bereits erkundete Gebiete ausserhalb der geplanten Grenze enthalten. Erstelle deshalb ein vollständiges Backup, warte auf den erfolgreichen Abschluss und lade eine zusätzliche Kopie herunter. Stoppe den Server sauber, bevor du Weltdateien kopierst. Probiere die Befehle zuerst auf einer getrennten Testkopie aus, besonders wenn der aktuelle Mittelpunkt unbekannt ist.
Für die Befehle brauchst du die nötige Berechtigung, üblicherweise Operator-Rechte. Im Spielchat beginnt ein Befehl mit /; in der Serverkonsole wird derselbe Befehl normalerweise ohne Schrägstrich eingegeben. Wenn eine Argumentfolge abweicht, nutze die Tab-Vervollständigung des Servers. Mojang erklärt Berechtigungen und Befehlsverwendung; auf Paper zeigt /help ausserdem registrierte Vanilla- und Plugin-Befehle (PaperMC-Befehlsreferenz).
Zentrum und Durchmesser richtig berechnen
Die Grenze ist ein Quadrat auf der X/Z-Ebene. worldborder center legt den Mittelpunkt in diesen Koordinaten fest; er ist nicht automatisch der Weltspawn. Wähle Koordinaten, die zu euren Baugebieten passen, und setze sie nur auf 0 0, wenn das wirklich beabsichtigt ist.
Beispiel: Bei Zentrum 200 -120 liegen die Kanten ungefähr bei X -5800 und 6200 sowie Z -6120 und 5880. Die Werte 200 und -120 sind Beispielkoordinaten. worldborder get zeigt die aktuelle Grösse; notiere das Zentrum separat, denn die Grösse allein bestätigt nicht, dass der Mittelpunkt stimmt.
Führe die Änderung in der richtigen Dimension aus. Seit Java 1.21.9 laufen Serverbefehle standardmässig in der Respawn-Dimension. Wenn du die Nether-Grenze aus der Konsole setzen willst, kannst du den Befehl in diese Dimension legen:
execute in minecraft:the_nether run worldborder center 200 -120
execute in minecraft:the_nether run worldborder set 12000
Für die Overworld ersetzt du minecraft:the_nether durch minecraft:overworld; für das Ende durch minecraft:the_end. Verwende diese IDs nur, wenn sie zu deiner Java-Version passen. In der jeweiligen Dimension kannst du die beiden worldborder-Befehle auch direkt als berechtigter Operator im Chat ausführen. Prüfe danach Grösse und sichtbare Lage der Grenze in jeder betroffenen Dimension.
Sofort oder schrittweise ändern
In Vanilla Java 26.3 wird die Grenze ohne Zeitangabe sofort auf den neuen Durchmesser gesetzt:
worldborder set 12000
Eine optionale Übergangszeit lässt die Grenze wachsen oder schrumpfen. Seit Java 1.21.11 wird das Zeitargument standardmässig in Ticks angegeben; mit s legst du Sekunden und mit d Ingame-Tage fest. Mojangs Snapshot-Hinweise zu 25w44a dokumentieren die Suffixe; die Release-Hinweise zu Java 1.21.11 bestätigen die neue Standardeinheit. Beispiel: 600s für 600 Sekunden oder 1d für einen Minecraft-Tag:
worldborder set 16000 600s
Bei Versionen vor Java 1.21.11 können sich Einheit und akzeptierte Argumente unterscheiden. Prüfe dort die Vorschläge der Server-Vervollständigung, bevor du einen Zeitwert übernimmst. Eine schrumpfende Grenze kann Spielende einschliessen oder ausserhalb der sicheren Zone zurücklassen. Kündige sie an, prüfe die Einstellungen und wähle ein Wartungsfenster.
Bestehende Welt erhalten und Ergebnis prüfen
Nach dem Setzen kontrollierst du die Grösse erneut mit worldborder get und gehst die Kanten in der Testkopie ab. Achte darauf, dass die Grenze zum Mittelpunkt passt und keine bestehende Basis abgeschnitten wird. Wenn eine vorhandene Welt ausserhalb der Grenze weiter gespeichert bleiben soll, reicht die Grenze: Sie ist kein Löschbefehl. Bereits erzeugte Chunks bleiben Teil der Welt. Chunk-Löschung ist ein separater, riskanter Eingriff; verwende dafür keine pauschale Bereinigung.
Eine Weltgrenze erzeugt auch keine Chunks im Voraus. Wenn du Erkundungsgebiete vorab generieren willst, beschreibt Minecraft-Chunks mit Chunky kontrolliert vorgenerieren einen prüfbaren Ablauf. Vor Änderungen an Weltdateien hilft Minecraft-Server-Backup erstellen. Wenn es um neue Weltgeneration statt um die Grenze einer bestehenden Welt geht, lies auch Minecraft-Server-Seed festlegen.
Bei Unsicherheit über die aktive Dimension oder den passenden Befehl nutze die Serverhilfe, bevor du den Wert auf der Hauptwelt änderst. Für Fragen zur Einrichtung gibt es den Kontaktweg von AeonHost.
Quellen
- Spigot-API 26.3:
WorldBorderJavaDoc - Mojang: Originales Java-26.3-Serverartefakt
- Mojang: Minecraft Java Edition 1.21.9
- Mojang: Snapshot 25w44a, Änderung des
worldborder-Zeitarguments - Mojang: Minecraft Java Edition 1.21.11
- Mojang: How to Use Commands in Minecraft
- PaperMC: Befehlsreferenz
- Chunky-Projektwiki: Befehle und Grenzimport