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Minecraft-Serverstatus und sichtbare Spielerliste steuern

Du kannst Paper in der Minecraft-Serverliste als online anzeigen lassen und trotzdem die dort übermittelte Namensliste verbergen. Dafür sind zwei getrennte Einträge in server.properties zuständig. Andere Wege wie Query-Abfragen, Plugins oder Serverprotokolle haben eigene Grenzen und werden dadurch nicht automatisch anonymisiert.

Aktualisiert am 07.10.2026

Du kannst Paper in der Minecraft-Serverliste als online anzeigen lassen und trotzdem die dort übermittelte Namensliste verbergen. Dafür sind zwei getrennte Einträge in server.properties zuständig. Andere Wege wie Query-Abfragen, Plugins oder Serverprotokolle haben eigene Grenzen und werden dadurch nicht automatisch anonymisiert.

Status, Namensliste, Query und Protokoll trennen

Einstellung Wirkung laut Paper-Dokumentation Was sie nicht erledigt
enable-status Aktiviert die Antwort, durch die der Server in der Serverliste erscheint und Statusinformationen liefert. Schaltet keinen Beitrittsschutz ein. Bei false wirkt der Server offline, Spieler können sich laut Paper weiterhin verbinden.
hide-online-players Verbirgt die Spielerliste, die mit Statusanfragen übertragen wird. Verbirgt nicht die tatsächliche Anwesenheit vor bereits verbundenen Spielern oder vor anderen Schnittstellen.
enable-query Aktiviert einen separaten Listener für das GameSpy4-Protokoll; query.port nennt dessen Port. Ist nicht derselbe Schalter wie der normale Status der Minecraft-Serverliste.
log-ips Steuert, ob der Server selbst Spieler-IP-Adressen protokolliert. Verhindert keine IP-Aufzeichnung durch Plugins.

Paper listet enable-status mit true, hide-online-players mit false und enable-query mit false als Referenzwerte. Die Seite wurde zuletzt am 12. Mai 2025 aktualisiert; Version, Fork oder vorhandene Konfiguration können abweichen. Lies deshalb die Datei deiner aktiven Java-Serverinstanz und die passende Dokumentation, bevor du etwas änderst. Paper erklärt die Eigenschaften und ihre Reichweite.

Status zeigen, Namen verbergen

Wenn der Server in der Liste weiterhin erreichbar erscheinen soll, die dortige Namensliste aber ausgeblendet werden soll, bleiben die beiden Zeilen getrennt:

enable-status=true
hide-online-players=true

Setze nicht enable-status=false, wenn du lediglich Spielernamen verbergen möchtest: Die Serverliste zeigt dann einen Offline-Zustand, obwohl ein direkter Beitritt weiterhin möglich sein kann. Das ist weder eine Whitelist noch eine Firewallregel. Wenn nur bekannte Personen beitreten sollen, verwende eine passende Zugangskontrolle wie die Minecraft-Whitelist.

Paper führt ausserdem in spigot.yml unter settings.sample-count die Anzahl der Spielernamen auf, die im Status-Hover angezeigt werden; die ausgewählten Namen und ihre Positionen werden zufällig bestimmt. Das begrenzt die gezeigte Stichprobe, anonymisiert aber niemanden. Für das Ausblenden der übertragenen Namensliste beschreibt Paper die eigene Option hide-online-players. Die Paper-Referenz zu spigot.yml dokumentiert sample-count.

Ändere nur die Datei der richtigen Instanz. Sichere die Konfiguration, stoppe den Server sauber, ändere den nötigen Wert und starte ihn mit dem üblichen Ablauf wieder. Prüfe danach aus Sicht eines Clients getrennt, ob ein Status erscheint und ob die Namensliste fehlt. Teste einen Beitritt separat: Eine ausgeblendete Statusliste bedeutet nicht, dass Spielende im Server verborgen sind.

Zusätzliche Datenquellen beachten

enable-query schaltet eine andere Informationsschnittstelle frei als der Minecraft-Status. Die Referenz beschreibt sie als GameSpy4-Listener. Lasse Query aus, sofern ein bewusst eingesetztes Werkzeug sie nicht benötigt. Wenn du sie aktivierst, prüfe in der Dokumentation deiner Version den Query-Port und welche Antwortdaten bereitgestellt werden. Paper dokumentiert zusätzlich query-plugins in bukkit.yml: Diese Option steuert, ob Query-Antworten Plugin-Namen enthalten. Öffne keine zusätzlichen Netzwerkwege ohne konkreten Bedarf. Die Paper-Referenz zu bukkit.yml beschreibt diese Query-Antworten.

Das Minecraft Server Management Protocol (MMP) ist nochmals ein eigener Verwaltungsweg. Mojang beschreibt in Snapshot 25w35a JSON-RPC über WebSocket zum Abfragen und Ändern von Spielern, Allowlist, Operatoren und Einstellungen; in diesem Snapshot war die Schnittstelle standardmässig deaktiviert. Der veröffentlichte Java-26.3-Stand nennt MMP 3.1.0. Paper führt dafür separate Eigenschaften zu Aktivierung, Host, Secret und TLS auf. Lass diesen Zugang deaktiviert, wenn du ihn nicht absichtlich verwendest. Falls er gebraucht wird, prüfe Bindung, Secret-Schutz und TLS für genau deinen Paper-Build. Er ist kein Ersatz für die öffentliche Statusantwort und kein Weg, Namen nur im Ping auszublenden. Mojangs Snapshot-Notiz 25w35a und die Release-Notiz zu Java 26.3 belegen die Protokollgeschichte.

log-ips=false kann die vom Server selbst geschriebenen IP-Einträge beeinflussen. Paper weist aber ausdrücklich darauf hin, dass Plugins weiterhin IP-Adressen protokollieren können. Prüfe daher Log- und Plugin-Verhalten getrennt. Der Eintrag ändert auch nicht, welche Namen ein Client in der Serverliste erhält.

Deaktiviere online-mode nicht, um eine Spielerliste zu verbergen. Diese Einstellung betrifft die Prüfung von Minecraft-Konten bei einer Anmeldung und ist keine Datenschutzoption für die Statusantwort. Für Authentifizierungsfehler gibt es eine getrennte Anleitung zur Minecraft-Anmeldung; allgemeine Schritte zum Bearbeiten der Datei stehen unter Minecraft server.properties richtig bearbeiten.

Versionshinweis zu Minecraft 26.4 Snapshot 1

Mojang veröffentlichte Minecraft Java 26.3 am 15. September 2026 als Release. Die erste 26.4-Snapshot-Version erschien am 22. September als Vorschau, nicht als Update für bestehende 26.3-Server. Füge ihre neuen Schlüssel nur hinzu, wenn die Dokumentation der konkret eingesetzten Version sie unterstützt. In Snapshot 1 wird status-contact-details in der Statusantwort übermittelt; enable-legacy-status betrifft das alte Ping-Protokoll. allowed-connection-ids kann sowohl Status- als auch Login-Anfragen filtern: Ohne passende ID bleibt der Server unsichtbar und der Beitritt wird abgewiesen. Mojang warnt zudem, dass zusätzliche Host-Parameter unverschlüsselt übertragen werden. Eine ID in der Serveradresse ist kein Passwort; verwende dort keine Geheimnisse und ersetze damit weder Authentifizierung noch Zugangskontrolle. Mojangs Release-Notiz für Java 26.3 und die Notiz zu 26.4 Snapshot 1 trennen den Release-Stand von den Vorschauänderungen.

Die Einstellungen steuern also unterschiedliche Sichtweisen: Serverlistenstatus, Namen im Statuspaket, zusätzliche Query- oder Verwaltungszugriffe und lokale Protokolle. Keine einzelne Option verspricht vollständige Anonymität. Veröffentliche keine privaten Kontakte in Statusfeldern und teile keine Serverlogs oder Konfigurationsdateien, bevor du sensible Adressen und Zugangsdaten daraus entfernt hast.

Quellen