Wenn ein Plugin-Befehl abgewiesen wird, zeigt LuckPerms verbose, welche Permission-Prüfungen dabei tatsächlich stattfinden. Filtere die Aufzeichnung auf ein Testkonto, lasse genau einen sicheren Fehlversuch wiederholen und beende verbose direkt danach. So findest du den geprüften Permission-Knoten, ohne vorsorglich OP oder eine Wildcard zu vergeben.
LuckPerms muss auf der zuständigen, kompatiblen Server- oder Proxy-Instanz installiert und aktiv sein. Zum Starten brauchst du die LuckPerms-Berechtigung luckperms.verbose oder autorisierten Konsolenzugriff. In der Serverkonsole steht der Befehl ohne Schrägstrich; im Spielchat verwendest du /lp und ein berechtigtes Administrationskonto. Gib niemandem OP, nur damit diese Diagnose möglich wird (LuckPerms: Permissions).
Vor der kurzen Aufzeichnung
Wähle ein normales, nicht als Operator geführtes Testkonto. Notiere den genauen Befehl oder die Aktion, die abgewiesen wurde, sowie den Server und die Welt, in denen der Fehler auftritt. Wiederhole nur eine Aktion. Wenn ein erfolgreicher Aufruf Folgen hätte, zum Beispiel einen Bann, eine Löschung oder eine Änderung an der Welt, teste ihn in einer getrennten Testumgebung oder wähle eine harmlose Prüfung. Ein Verbose-Aufruf kann sichtbar machen, welche Knoten ein Plugin abfragt; er erteilt selbst keine neue Berechtigung.
LuckPerms beschreibt zwei Betriebsarten: on zeigt Treffer als Hinweise im Chat; record zeichnet sie ohne diese Chatmeldungen auf. Als Filter kannst du den vollständigen Spielernamen oder den Anfang eines Permission-Knotens verwenden. Mehrere Bedingungen sind mit & (und), | (oder) und ! (nicht) kombinierbar; Klammern sind ebenfalls möglich (LuckPerms: Verbose, General Commands).
Einen einzelnen Fehler nachstellen
Starte die Aufzeichnung mit dem Testkonto als Filter. Verwende /lp im berechtigten Spielchat oder lp in der Serverkonsole:
lp verbose on <Spielername>
Wenn du den mutmasslichen Plugin-Namespace schon kennst, kannst du zusätzlich filtern. Testkonto und essentials sind Beispiele; ersetze sie durch dein Testkonto und den tatsächlichen Anfang des Knotens:
lp verbose on Testkonto & essentials
Der Filter mit & zeigt nur Treffer, die sowohl zum Konto als auch zum Permission-Anfang passen. Ist der gesuchte Knoten noch unbekannt, verwende zunächst nur den Spielernamen. Beobachte die von LuckPerms angezeigten Treffer, während das Testkonto die zuvor fehlgeschlagene Aktion genau einmal ausführt. Achte auf den abgefragten Permission-Knoten und das Ergebnis der Prüfung. Wenn du viele Treffer siehst, beende die Aufzeichnung und wiederhole sie später mit einem engeren Filter, statt sie lange auf einem vollen Server laufen zu lassen.
Schalte verbose direkt danach ab:
lp verbose off
Mit off deaktiviert LuckPerms die Aufzeichnung und leert die gespeicherten Treffer aus dem Speicher. Notiere deshalb nur den relevanten Knoten und das beobachtete Ergebnis, bevor du die Sitzung beendest. In einer Proxy-Umgebung musst du den Befehl an die passende Instanz senden: Die LuckPerms-Dokumentation verwendet /lpb für BungeeCord und /lpv für Velocity. Eine Aufzeichnung auf dem Proxy zeigt nicht automatisch denselben Kontext wie eine Abfrage auf dem Backend (LuckPerms: General Commands, Context).
Knoten und Vererbung auswerten
Der Verbose-Treffer ist der Knoten, den ein Plugin in genau dieser Situation geprüft hat. Übernimm ihn nicht blind: Vergleiche Schreibweise und Zweck mit der offiziellen Dokumentation des Plugins. Eine ähnliche Permission oder ein ganzer Bereich mit plugin.* kann mehr freigeben als beabsichtigt. LuckPerms unterscheidet ausserdem zwischen true, false und undefined; ein geerbter Eintrag, eine direkte Verneinung oder ein abweichender Kontext können die effektive Entscheidung beeinflussen (LuckPerms: Usage, Advanced Setup).
Wenn du den vermuteten Knoten kennst, frage LuckPerms nach den Faktoren der effektiven Prüfung. Der Testspieler muss dabei online im betroffenen Server und in der betroffenen Welt sein, damit du die aktuelle Situation untersuchst:
lp user <Spielername> permission check <plugin.permission.node>
<plugin.permission.node> ist hier nur ein Platzhalter. Die Ausgabe kann zeigen, ob die Entscheidung aus einer direkten Berechtigung, einem Elternrang oder einer Kontextregel stammt. Vergleiche diese Faktoren mit /lp user <Spielername> info, das auch aktuelle Kontexte und geerbte Gruppen anzeigt. Für einen geerbten Pfad ist die Anleitung zu Welt- und Serverkontexten der passende nächste Schritt (LuckPerms: Permission Commands, User Commands).
Typische Ergebnisse
- Kein Treffer erscheint: Prüfe zuerst den Schreibfehler im Filternamen und ob der Versuch vom richtigen Konto kam. Bei einer Netzwerkinstallation kontrolliere, ob LuckPerms auf der Instanz aktiv ist, die den Befehl verarbeitet. Ein Plugin kann ausserdem eine andere Berechtigungsprüfung oder zusätzliche eigene Bedingungen verwenden; vergleiche dafür seine Dokumentation.
- Ein Knoten wird als erlaubt ausgewertet, der Befehl scheitert trotzdem: Der Fehler kann an einer weiteren Permission-Prüfung oder an einer plugin-eigenen Bedingung liegen. Wiederhole nur den relevanten Ablauf und prüfe die übrigen Treffer, statt den Operatorstatus zu erhöhen.
- Der Knoten wird abgelehnt: Prüfe den exakten Knoten, die Elternränge und die im Testkonto angezeigten Kontexte. Eine globale oder vererbte Zuweisung kann durch einen spezifischeren Eintrag übersteuert werden.
- Du brauchst eine ausführliche Auswertung im Viewer:
recordunterdrückt die Chatmeldungen.uploadbeendet die Aufzeichnung und lädt die Treffer in den LuckPerms-Webviewer hoch; danach erhältst du einen Link. Nutze diesen Weg nur, wenn das Senden der Daten an den Webviewer für deine Umgebung passt, und gib den Link nicht ungeprüft weiter. Für einen einzelnen Fehler reicht meist der gefilterteon-Aufruf mit anschliessendemoff(LuckPerms: Verbose).
LuckPerms ist ein optionales Plugin. Diese Schritte setzen eine aktive Installation auf einer unterstützten Plattform voraus; sie sagen keine automatische Installation bei AeonHost zu. Hinweise zu Plattform und Pluginvoraussetzungen findest du unter Minecraft-Server-Plugins installieren. Für die getrennte Vergabe von Operator- und Pluginrechten lies Minecraft-Operator-Rechte sicher vergeben.