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Minecraft-Server-Resourcepack bereitstellen: URL, SHA-1 und Zustimmung

Ein Minecraft-Java-Server kann Clients beim Beitritt ein Resourcepack als ZIP-Datei von einer URL anbieten. Trage die URL in server.properties ein, setze für das exakte ZIP einen SHA-1-Prüfwert und entscheide bewusst, ob Spieler ablehnen dürfen. Ein Resourcepack wird auf den Clients angewendet und verändert dort zum Beispiel die Darstellung; es ist kein Datapack für Spielregeln oder Weltlogik. Datapacks auf dem Minecraft-Server verwalten

Aktualisiert am 07.10.2026

Ein Minecraft-Java-Server kann Clients beim Beitritt ein Resourcepack als ZIP-Datei von einer URL anbieten. Trage die URL in server.properties ein, setze für das exakte ZIP einen SHA-1-Prüfwert und entscheide bewusst, ob Spieler ablehnen dürfen. Ein Resourcepack wird auf den Clients angewendet und verändert dort zum Beispiel die Darstellung; es ist kein Datapack für Spielregeln oder Weltlogik. Datapacks auf dem Minecraft-Server verwalten

PaperMC beschreibt Server-Resourcepacks als Anfrage an Clients: Spieler können die Pack-Anfrage annehmen oder ablehnen, und der Server kann das Pack als erforderlich markieren. In Minecraft Java Edition 26.3 weist Mojang ausserdem für Daten- und Resourcepacks getrennte Formatwerte aus. Prüfe deshalb die Kompatibilität des Resourcepacks mit der tatsächlich verwendeten Minecraft-Java-Version, statt eine Datapack-Formatnummer zu übernehmen. PaperMC zu Resourcepacks · Mojangs Java-26.3-Versionsangaben

1. ZIP und Download-URL vorbereiten

Wähle ein Resourcepack, dessen Ersteller die verwendete Java-Version unterstützt. Bewahre die ZIP-Datei unverändert auf; der Download darf nicht auf eine Anmeldeseite, Vorschau oder HTML-Fehlerseite führen. Die URL muss für die Clients erreichbar sein, nicht bloss im Dateimanager des Servers. Öffne sie deshalb vor der Konfiguration in einem normalen Browser. Die offizielle PaperMC-Schnittstelle identifiziert ein Pack über eine URI zur ZIP-Datei und deren SHA-1-Hash.

Berechne den SHA-1-Wert erst, nachdem die endgültige ZIP-Datei bereitsteht. Der Wert gehört zu genau diesen ZIP-Bytes: Wenn du das Pack erneut komprimierst oder änderst, berechne ihn neu. resource-pack-sha1 erwartet SHA-1; ein SHA-256-Wert passt nicht zu diesem Feld. PaperMC empfiehlt den Prüfsummenwert, damit Clients das richtige Pack prüfen können. Mojangs Java-1.20.3-Release-Notizen halten fest, dass der Client ein Pack ohne Hash vor jeder Anwendung erneut herunterlädt. Mojang zu Resourcepack-ID und Hash-Verhalten

2. server.properties gezielt anpassen

Sichere die bisherige server.properties-Datei und die alte Pack-Version. Kündige die Wartung an und stoppe den Server sauber. Ändere nur die vorgesehenen Zeilen in der Serverkonfiguration; wenn dein Panel dafür eine Dateiverwaltung nutzt, bearbeite die Datei, die beim Start tatsächlich verwendet wird. Ein Beispiel mit Platzhaltern:

resource-pack=https://downloads.example.invalid/server-pack.zip
resource-pack-sha1=<SHA-1-Hexwert-des-ZIPs>
require-resource-pack=false

Die Beispieladresse und der Hash sind Platzhalter. Füge als Hash nur den SHA-1-Hexwert der ausgelieferten ZIP ein. resource-pack ist die Download-URL; resource-pack-sha1 prüft die Datei. require-resource-pack=false lässt den Beitritt auch zu, wenn ein Spieler das Pack ablehnt. Bei true muss der Client das Pack annehmen und laden; sonst wird der Spieler getrennt. resource-pack-prompt kann den Dialog mit einer Nachricht ergänzen. Die aktuelle PaperMC-Referenz zu server.properties dokumentiert diese Felder einschliesslich resource-pack-id, einer UUID, die das Pack identifiziert. Seit Java 1.20.3 kann die UUID in server.properties gesetzt werden; wenn sie fehlt, wird sie aus der URL abgeleitet.

Starte den Server nach der Änderung neu. Bei einem Wechsel des Packs behältst du die alte ZIP und die vorherige Konfiguration, bis der Clienttest erfolgreich ist. Ändere nicht gleichzeitig Serverversion, Plugin-Setup und Resourcepack; so bleibt eine Fehlersuche überschaubar. Allgemeine Hinweise, wie du vor Serveränderungen eine Sicherung erstellst, stehen in Minecraft-Server-Backup erstellen.

3. Mit einem Java-Client testen

Verbinde dich mit einem Client in der vorgesehenen Minecraft-Version. Der Server sollte die Pack-Anfrage mit der optionalen Nachricht anzeigen. Nimm sie an und warte, bis der Download abgeschlossen ist. Prüfe danach eine sichtbare Änderung, die das Pack enthalten soll. Bei einem verpflichtenden Pack muss ein Client, der ablehnt oder die Datei nicht laden kann, mit einer Trennmeldung rechnen. Teste diese Einstellung zuerst mit einem einzelnen Testkonto, bevor du sie für alle Spieler verwendest.

Eine erfolgreiche Verbindung allein beweist nicht, dass das Pack angewendet wurde: Ein optionales Pack kann abgelehnt werden. Prüfe deshalb auch im Client, ob sich ein enthaltenes Modell, eine Textur oder ein anderer Pack-Inhalt sichtbar geändert hat. Serverpacks sind Client-Inhalt; sie installieren keine Mod und ersetzen keine Mod-JAR. Für Änderungen an serverseitigen Erweiterungen gibt es die separate Anleitung Minecraft-Server-Mods installieren.

Typische Fehler gezielt eingrenzen

  • Der Dialog erscheint nicht: Prüfe resource-pack auf eine vollständige URL und kontrolliere, dass die bearbeitete Datei beim Start verwendet wird. Starte nach jeder Änderung neu.
  • Der Download endet mit Fehler oder Hash-Meldung: Öffne die URL erneut und vergleiche sie mit dem aktuellen ZIP. Erzeuge resource-pack-sha1 aus genau dieser Datei; ein alter Hash passt nach jeder Änderung nicht mehr.
  • Das Pack lädt, aber Inhalte fehlen: Prüfe die vom Ersteller angegebene Minecraft-Version und die Dateistruktur des Packs. Ein Server-Resourcepack ist für Java-Clients und deren Resourcepack-Format bestimmt.
  • Spieler werden beim Beitritt getrennt: Kontrolliere require-resource-pack. Mit true ist die Annahme Voraussetzung für den Beitritt; setze den Wert nur dann, wenn diese Regel beabsichtigt ist.

Wenn der Server nach einer Konfigurationsänderung nicht startet, stelle die gesicherte Datei wieder her und vergleiche danach die bearbeiteten Zeilen. Bei allgemeinen Startfehlern hilft die Minecraft-Server-Startfehler-Checkliste. Für die Konfiguration selbst verspricht AeonHost hier keinen getesteten Ablauf in einem bestimmten Kundenpanel.

Quellen